Serena Williams wurde in Wimbledon auf einmal als „Mrs.“ geführt. Der „Männerclub“ unterscheidet in der Anrede immer noch zwischen ledigen und verheirateten Frauen. Ein zweifelhaftes Privileg, dass Männern nicht zuteil wird. Doch es kommt noch heftiger: Die Siegerinnen Billie Jean King, Chris Evert and Evonne Goolagong werden in der Chronik unter anderem Namen geführt. Nämlich als Mrs. L.W. King, Mrs. J.M. Lloyd and Mrs. R. Cawley – den Namen ihrer Männer! Tennis ist, so edel es sich gibt, ein alter chauvinistischer Boys-Club. Zeit sich dem Sexismus im Tennissport zu widmen.
Die Rückkehr des starken Mannes
Trump, Putin, Orban, Strache, Erdogan, Seehofer – der starke Mann in der Politik hat wieder Hochkonjunktur. Er steht nicht einfach nur für eine starke männliche Führungsfigur. Er ist das Symbol chauvinistischer Politik. Eine Politik als Melange zwischen „Anything goes“ und „der Stärkere hat Recht“. Nationalistisch, neoliberal, protektionistisch, rechtspopulistisch bis rechtsextrem heißt die konkrete Politik, die sich dahinter verbirgt. Die Person davor ist ein Symptom. Warum ist der starke Mann plötzlich wieder gefragt und warum kommt es gleichzeitig zu so starken antifeministischen Reflexen?
Kann eine Feministin auch Prinzessin sein? (Meghan Markle)
Meghan Markle ist die neueste unter den königlichen Gattinnen in UK. Die Hochzeit gab einen Vorgeschmack davon, dass mit ihr Feminismus und Diversität bei den Royals Einzug halten sollen. Doch wie glaubhaft ist das königliche Makeover?
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Was ist Arthouse Pornographie?
Mit Arthouse Pornographie kam seit Anfang der 90er Jahre ein neues Genre auf, dass so gar nichts mit dem rauen Mainstream zu tun haben wollte. Es bildete die Hochglanzvariante des Pornos, als Gegenpol zu den plumpen Amateurstreifen. In einer anderen Sachen unterschied es sich zunächst nicht: Arthouse war ein Männerspielzeug. Dudes ergötzten sie sich an Frauenkörpern – das Playboy Magazin in Videoformat. Doch auch das hat sich mittlerweile geändert. Dabei war das Genre wohl das einflussreichste bei der Enstehung eines ganz anderem: Dem Fem Porn. Doch alles der Reihe nach!
Das Schweigen der Männer zu #metoo
Eigentlich hatte ich mit #MeToo-Nachbetrachtungen schon abgeschlossen, da wurde ich aus meinem Dornröschenschlaf gerissen. Schuld war ein Blogeintrag zum Schweigen der Männer zu Sexismus. Ist das so? Haben Männer zu irgendetwas schon einmal geschwiegen? Mir kommt vor, Männer hätten sich sogar sehr viel zum Thema geäußert. Teilweise in einer Art, dass es mir lieber gewesen wäre, sie hätten ihre Ignoranz tatsächlich in Schweigen gehüllt.
Was ist Post-Porno?
Ist Post-Porn noch Pornographie oder schon „nach“ dem Porno (post=lateinisch für nach, zeitlich später liegend)? Es beinhaltet genauso wie andere pornographische Genres explizite Darstellungen von Sexualität. Doch ist es jenseits ihrer Konventionen. Es hält sich nicht an den plumpen Glauben an die Authentizität, die Spontanität des Sexes und das Wahrheitsversprechens des Bildes. Post-Porno ist die (selbst)reflexive Variante der Pornographie. Ein Porno, der sich selbst dekonstruiert. Doch wo kommt es her? Und was macht es genau?
Arthouse Vienna beim Porn Filmfestival in Wien
Arthouse Vienna lässt sich das Heimspiel beim ersten Porn Filmfestival Österreichs von 1.-4. März natürlich nicht entgehen. Wir werden bei zwei Bewerben in der Jury sitzen, sind ansonsten aber bei fünf Programmpunkten anzutreffen. Schaut doch vorbei! Hier eine kurze Übersicht:
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Wie connecten Leute mit Pornos?
Endet die Medienkompetenz beim Porno? Was bedeutet es, dass Pornographie immer leichter verfügbar ist. Vor allem in einer Welt, in der wir ständig vernetzt sind und dauernd auf den Bildschirm glotzen?
Du bist der Typ in der dunklen Gasse (#metoo)
Sexuelle Übergriffe sind der Alltag vieler Frauen. Ich glaube sogar fast aller. Man kann es sich als Mann kaum vorstellen. Ich konnte es nicht. Bis ich mit vielen Frauen in meinem Umfeld gesprochen habe. Nun weiß ich: Ich bin der Typ in der dunklen Gasse.
Der Unterschied zwischen SEXY und SEXISTISCH
Sexy oder Sexistisch? Immer wieder, wenn die Werbewirtschaft die Grenze ihrer eigenen „Sex sells“ Logik wieder einmal überspannt, entbrennt eine Debatte. Sie zeigt, wie wenig selbst JournalistInnen oder PolitikerInnen den Unterschied zwischen „sexy“ und „sexistisch“ eigentlich einschätzen können.
